ArcaNuova · Philosophie · KI / AI · Evolution

Ist Perfektion das falsche Ziel?

EI – Wenn die bessere Lösung aus dem Fehler entsteht. Ein philosophischer Blick auf menschliche Intelligenz (HI), künstliche Intelligenz (KI/AI) und Evolutionsintelligenz (EI).

Perfektion ist nie zu 100 Prozent erreichbar. Aber im Zusammenspiel von HI, KI und EI können Lösungen entstehen, die ihr näher kommen, weil menschliches Denken, künstliche Intelligenz und Evolutionsintelligenz ihre jeweiligen Stärken verbinden.

HI denkt. KI rechnet. EI entsteht.

Der Gedanke kam ausgerechnet beim Bau eines WLAN-Mesh-Netzes.

Eigentlich sollte so ein Netz geplant werden: ideale Standorte, saubere Funkstrecken, möglichst gleiche Geräte, möglichst direkte Verbindungen.

Eine schöne Schreibtischlösung, von HI und KI entwickelt.

Technisch logisch, ordentlich und wahrscheinlich sogar mit einer hübschen Zeichnung dazu.

Nur hielt sich die Wirklichkeit nicht daran.

Geräte funktionierten nicht so, wie sie sollten. Andere wollten sich nicht miteinander verbinden. Ein Repeater verhielt sich anders als erwartet. Funkstrecken waren auf dem Papier gut und in der Realität schlecht.

Also wurde ausprobiert.

Ein Gerät hierhin.

Ein anderes dorthin.

Andere Verbindung.

Andere Frequenz.

Noch ein Versuch.

Manches funktionierte.

Vieles nicht.

Und irgendwann entstand aus Problemen, Fehlern, Umwegen und Zufällen ein Netz, das nicht nur funktionierte, sondern plötzlich viel besser funktionierte als die von HI und KI entwickelte Schreibtischlösung.

Nicht weil jemand es vollständig vorausberechnet hatte.

Sondern weil es entstanden war.

Variation → Versuch → Scheitern → Selektion → Verbesserung.

Das ist Evolutionsintelligenz.

Wir haben beschlossen, sie ganz neumodisch EI zu nennen.

Nicht weil wir sie erfunden hätten.

Im Gegenteil.

EI ist älter als HI.

Lange bevor der Mensch dachte und lange bevor eine Maschine rechnete, entstanden in der Natur durch Variation, Selektion und Anpassung immer neue Lösungen.

Spätestens seit Darwin wissen wir, nach welchem Grundprinzip das funktioniert.

Was bisher meist als Evolution beschrieben wurde, soll nun bewusst mit ins Kartenspiel von HI, KI und EI.

Denn wenn wir heute ständig darüber reden, was der Mensch denkt und was die KI kann, fehlt eine dritte Kraft:

die Intelligenz des Prozesses selbst.

HI denkt.

KI rechnet.

EI entsteht durch Variation, Wirklichkeit und Auswahl.

Darwin kannte den Mechanismus.

Wir geben ihm nur einen Platz im modernen Spiel der Intelligenzen.

Und plötzlich merkt man:

Das WLAN war nur das Versuchslabor.

Denn genau dieses Prinzip begegnet uns überall.

Darwin wusste es schon früher

Charles Darwin beschäftigte sich im 19. Jahrhundert mit der Frage, warum sich Arten verändern und warum manche Varianten unter bestimmten Bedingungen besser bestehen als andere.

Besonders bekannt wurden später die sogenannten Darwinfinken der Galápagosinseln.

Verschiedene Schnabelformen.

Verschiedene Nahrungsquellen.

Verschiedene ökologische Nischen.

Kein perfekter Schnabel für alles.

Sondern unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Bedingungen.

Genau das ist der entscheidende Punkt.

Die Natur sucht nicht nach Perfektion.

Sie prüft nicht zuerst am Schreibtisch, welche Konstruktion theoretisch die beste wäre.

Es entstehen Varianten.

Manche funktionieren besser.

Andere schlechter.

Die besser angepassten Varianten haben unter den jeweiligen Bedingungen einen Vorteil.

Variation → Selektion → Anpassung.

Und die Geschichte ist damit noch nicht zu Ende.

Ich habe diese Finken selbst auf den Galápagosinseln erlebt.

Nicht in einem Lehrbuch.

Nicht hinter Glas.

Sondern am Frühstückstisch.

Dort saßen sie und bettelten um Brot.

Das ist fast schon eine kleine Fortsetzung der Evolutionsgeschichte.

Darwin beschäftigte sich mit Vögeln, deren Schnäbel an unterschiedliche natürliche Nahrungsquellen angepasst waren.

Fast zwei Jahrhunderte später sitzen ihre Nachfahren vor Menschen am Frühstückstisch und haben offenbar entdeckt:

Der Mensch ist ebenfalls eine mögliche Nahrungsquelle.

Natürlich ist solches Betteln zunächst einmal erlerntes Verhalten und nicht automatisch genetische Evolution.

Aber philosophisch ist der Vorgang hochinteressant.

Denn die Umwelt hat sich verändert.

Also verändert sich auch das Verhalten.

Wo früher Samen, Insekten oder Früchte gesucht wurden, gibt es heute zusätzlich Hotels, Touristen und Frühstücksteller.

Die neue Frage lautet nicht mehr nur:

Welcher Schnabel kommt am besten an die Nahrung?

Sondern gelegentlich auch:

Welcher Trottel am Frühstückstisch gibt am schnellsten nach?

Bei mir hatten sie damit allerdings Pech.

Füttern war dort verboten.

Das klingt banal.

Ist es aber nicht.

Denn es zeigt etwas Grundsätzliches:

Anpassung ist niemals fertig.

Eine Lösung, die gestern optimal war, kann morgen nur noch mittelmäßig sein.

Eine neue Umwelt erzeugt neue Möglichkeiten.

Neue Möglichkeiten erzeugen neues Verhalten.

Und daraus können wieder neue Selektionsbedingungen entstehen.

Die Natur kennt keine endgültige Version.

Politik

Politische Systeme werden gerne am Schreibtisch entworfen.

Regeln, Institutionen, Programme, Zuständigkeiten. Alles soll logisch ineinandergreifen.

Dann kommen Menschen.

Damit beginnt traditionell der schwierigere Teil.

Eine Regel erzeugt ein Verhalten.

Dieses Verhalten erzeugt Nebenwirkungen.

Darauf folgt eine neue Regel.

Manche Maßnahmen funktionieren.

Andere erzeugen genau das Gegenteil dessen, was ursprünglich beabsichtigt war.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage:

Ist die Idee richtig?

Sondern:

Was passiert tatsächlich, wenn Menschen nach dieser Idee leben?

Eine Gesellschaft ist kein Uhrwerk.

Sie ist eher ein riesiges Mesh-Netz aus Millionen eigenwilliger Knoten, von denen sich erfreulicherweise keiner vollständig an die Bedienungsanleitung hält.

Ein gutes politisches System müsste deshalb Fehler nicht nur vermeiden wollen.

Es müsste sie erkennen, korrigieren und daraus lernen können.

Nicht die behauptete Unfehlbarkeit eines Systems macht es stark.

Sondern seine Fähigkeit zur Korrektur.

Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Ideologie und Evolution:

Die Ideologie versucht, die Wirklichkeit an die Theorie anzupassen.

Evolution verändert die Theorie, wenn die Wirklichkeit widerspricht.

Philosophie

Auch Philosophie kann man als Evolutionsprozess verstehen.

Eine Idee wird formuliert.

Jemand widerspricht.

Die Idee wird verändert.

Ein anderer entdeckt einen Denkfehler.

Ein Jahrhundert später findet jemand darin trotzdem wieder etwas Brauchbares.

Gedanken überleben nicht unbedingt deshalb, weil sie vollkommen sind.

Sie überleben, weil Menschen sie prüfen, verändern, verwerfen oder weiterentwickeln.

Vielleicht ist Wahrheit deshalb weniger ein fertiger Besitz als ein Prozess der Annäherung.

Nicht:

Ich habe recht.

Sondern:

Mal sehen, was von meiner Vorstellung übrig bleibt, wenn sie auf die Wirklichkeit trifft.

Das ist deutlich unbequemer.

Aber meistens produktiver.

Denn wer unbedingt recht behalten möchte, muss irgendwann anfangen, die Wirklichkeit zu ignorieren.

Die Wirklichkeit wiederum nimmt solche persönlichen Empfindlichkeiten erstaunlich gelassen hin.

Partnerschaft

Besonders interessant wird Evolutionsintelligenz dort, wo zwei Menschen miteinander leben.

Denn dort treffen mindestens zwei vollständig unterschiedliche Betriebssysteme aufeinander.

Und beide Besitzer sind meist überzeugt, ihres sei weitgehend logisch aufgebaut.

Ein Verhalten von mir löst beim Partner ein Verhalten aus.

Dieses Verhalten wiederum verändert mein Verhalten.

Ich glaube vielleicht, mit einer Handlung etwas Gutes zu tun.

Beim anderen löst sie aber genau das Gegenteil aus.

Überraschung programmiert.

Denn der Partner funktioniert möglicherweise ganz anders, als ich angenommen habe.

Was für den einen Fürsorge ist, empfindet der andere als Kontrolle.

Was für den einen Rücksicht ist, erlebt der andere als Distanz.

Was der eine als sachliche Diskussion bezeichnet, könnte für den anderen bereits die erste Stufe eines mittelschweren Bürgerkriegs sein.

Und genau hier beginnt Lernen.

Nicht:

Warum reagiert der andere falsch?

Sondern:

Welches meiner Verhaltensmuster löst beim anderen welches Verhalten aus?

Und ebenso wichtig:

Welches Verhalten des anderen löst bei mir wiederum welche Reaktion aus?

Plötzlich betrachtet man Partnerschaft nicht mehr als eine Ansammlung einzelner Handlungen.

Man sieht ein System aus Rückkopplungen.

Aktion.

Reaktion.

Gegenreaktion.

Verstärkung.

Rückzug.

Annäherung.

Gewohnheit.

Veränderung.

Und genau deshalb kann sich eine Partnerschaft entwickeln.

Nicht weil beide von Anfang an perfekt zusammenpassen.

Sondern weil beide lernen können, wie das gemeinsame System tatsächlich funktioniert.

Partnerschaft ist damit kein fertiger Zustand.

Sie ist ein permanenter Anpassungsprozess.

Versuch → Reaktion → Irrtum → Lernen → Anpassung.

Im günstigsten Fall entsteht daraus etwas, das keiner der beiden am Anfang hätte planen können.

Auch das ist EI.

Und dann wäre da noch Windows

Eigentlich müsste uns das Prinzip vertraut sein.

Wir haben jahrzehntelang Betriebssysteme erlebt, die in immer neuen Versionen erschienen.

Alpha.

Beta.

Neue Version.

Update.

Patch.

Noch ein Patch für das Update des vorherigen Patches.

Und wer waren die Tester?

Wir.

Millionen Nutzer installierten die Software, fanden Fehler, meldeten Probleme, verloren Daten, starteten Rechner neu, fluchten vor Bildschirmen und lieferten damit genau die Informationen, aus denen die nächste Version besser werden konnte.

Das eigentlich Geniale daran:

Wir halfen Microsoft beim Testen, machten Bill Gates reich und bezahlten anschließend auch noch dafür, an diesem Evolutionsprozess teilnehmen zu dürfen.

Man muss ein Geschäftsmodell erst einmal so weit perfektionieren.

Und trotzdem:

Auch hier funktionierte Evolution.

Keine Version war endgültig.

Fehler wurden sichtbar.

Lösungen wurden ausprobiert.

Schlechte Ideen verschwanden wieder.

Gute blieben.

Neue Probleme entstanden.

Und daraus entstand die nächste Version.

Nicht perfekt.

Aber meistens besser.

Der Fehler als Information

Vielleicht betrachten wir Fehler grundsätzlich falsch.

Wir sehen sie als Störung.

Als Niederlage.

Als Zeichen dafür, dass etwas nicht funktioniert.

Aber ein Fehler enthält etwas sehr Wertvolles:

Information.

Wenn ein Versuch scheitert, wissen wir anschließend mehr als vorher.

Wir wissen zumindest, dass dieser Weg unter diesen Bedingungen nicht funktioniert.

Das ist kein Nullergebnis.

Es ist ein Messergebnis.

Beim WLAN bedeutete ein schlechter Funkweg nicht einfach:

Fehler.

Er bedeutete:

Hier funktioniert es nicht. Versuch etwas anderes.

In einer Beziehung kann eine unerwartete Reaktion ebenfalls Information sein.

In der Politik kann eine unerwartete Nebenwirkung Information sein.

In der Wissenschaft sowieso.

Selbst im eigenen Leben ist ein gescheiterter Versuch häufig informativer als zehn theoretische Überlegungen darüber, was funktionieren könnte.

Scheitern wird erst dann wirklich nutzlos, wenn man daraus nichts lernt.

Und welche Rolle spielt der Zufall?

Auch der Zufall hat einen schlechten Ruf.

Wir wollen glauben, dass gute Lösungen aus kluger Planung entstehen.

Manchmal tun sie das.

Manchmal entsteht die entscheidende Idee aber einfach dadurch, dass etwas anders läuft als geplant.

Ein Gerät fällt aus.

Eine Verbindung klappt nicht.

Jemand macht einen Fehler.

Eine unerwartete Kombination entsteht.

Und plötzlich funktioniert etwas.

Der Zufall erschafft nicht automatisch gute Lösungen.

Er erzeugt Variation.

Er eröffnet Möglichkeiten.

Die entscheidende Intelligenz liegt darin, anschließend zu erkennen:

Das funktioniert. Das behalten wir.

Und:

Das funktioniert nicht. Weg damit.

Genau so arbeitet Evolution seit Milliarden Jahren.

Nicht mit einem perfekten Bauplan.

Sondern mit unzähligen Varianten und einer erbarmungslos einfachen Frage:

Funktioniert es?

HI, KI und EI

Vielleicht lassen sich damit drei Formen von Intelligenz unterscheiden.

HI – Human Intelligence.

Der Mensch denkt, interpretiert, entscheidet, zweifelt, bewertet und verbindet Erfahrungen.

KI – Künstliche Intelligenz.

Sie rechnet, analysiert, vergleicht, erkennt Muster und kann in kurzer Zeit Möglichkeiten untersuchen, für die ein Mensch sehr lange brauchen würde.

Und dann gibt es etwas Drittes.

EI – Evolutionsintelligenz.

EI ist dabei nicht unsere neue Erfindung.

Sie ist die älteste der drei.

Lange bevor es HI gab, arbeitete die Evolution bereits mit Variation, Auswahl und Anpassung.

Seit Darwin kennen wir das Prinzip.

Neu ist nur, dass wir dieses Wissen bewusst neben HI und KI stellen.

EI gehört weder allein dem Menschen noch allein der Maschine.

Sie entsteht aus dem Prozess selbst.

Aus Variation.

Aus Versuch.

Aus Fehler.

Aus Beobachtung.

Aus Auswahl.

Aus Verbesserung.

Der Mensch kann eine Idee liefern.

Die KI kann Alternativen berechnen.

Der Zufall kann etwas Unerwartetes hinzufügen.

Die Wirklichkeit entscheidet, was davon funktioniert.

Und die nächste Version übernimmt das Beste davon.

Ist Perfektion das falsche Ziel?

Wir versuchen ständig, perfekte Lösungen zu bauen.

Perfekte Technik.

Perfekte Politik.

Perfekte Beziehungen.

Perfekte Entscheidungen.

Perfekte Menschen.

Vielleicht ist genau das der Denkfehler.

Perfektion ist nie zu 100 Prozent erreichbar.

Aber wir können uns ihr annähern.

Und vielleicht geschieht gerade das am besten durch das Zusammenspiel von HI, KI und EI.

HI liefert menschliches Denken, Erfahrung, Intuition und Bewertung.

KI liefert Analyse, Geschwindigkeit, Vergleich und die Fähigkeit, große Mengen möglicher Lösungen zu untersuchen.

EI liefert Variation, Prüfung an der Wirklichkeit, Selektion und Weiterentwicklung.

Keine dieser drei Kräfte ist für sich perfekt.

Aber gemeinsam können sie etwas hervorbringen, das besser ist als jede einzelne Schreibtischlösung.

Ein komplexes System lässt sich nicht vollständig vorausplanen.

Man kann eine gute Ausgangslösung bauen.

Danach muss sie sich an der Wirklichkeit bewähren.

Und wenn sie nicht funktioniert, muss sie sich verändern dürfen.

Perfektion ist statisch.

Evolution ist beweglich.

Perfektion behauptet:

So muss es sein.

Evolution fragt:

Funktioniert es besser als vorher?

Vielleicht ist deshalb nicht das perfekte System das beste System.

Sondern das System, das seine eigenen Fehler erkennt und sich verändern kann.

Nicht der perfekte Mensch.

Sondern der lernfähige.

Nicht die perfekte Beziehung.

Sondern eine, in der beide aus ihren Reaktionen lernen können.

Nicht die perfekte politische Ordnung.

Sondern eine, die Fehler korrigieren kann, ohne daran zu zerbrechen.

Und vielleicht auch nicht das perfekt geplante WLAN.

Sondern jenes merkwürdige Netz aus Geräten, Fehlversuchen, Zufällen und improvisierten Lösungen, das am Ende viel besser funktioniert als die vermeintlich ideale Schreibtischlösung von HI und KI.

Darwins Finken erzählen dieselbe Geschichte.

Der Schnabel war nie die endgültige Lösung.

Er war nur eine Antwort auf die damalige Umwelt.

Und wenn sich die Umwelt verändert, verändert sich auch die Antwort.

Gestern war es der passende Schnabel.

Heute sitzt der Vogel möglicherweise am Frühstückstisch und wartet darauf, dass irgendein Trottel nachgibt.

Morgen kommt die nächste Variante.

Der Fehler ist dabei kein Defekt.

Er ist Information.

Das Scheitern ist nicht das Ende des Versuchs.

Es ist ein Messergebnis.

Und der Zufall ist nicht unbedingt der Feind vernünftigen Denkens.

Er kann Möglichkeiten erzeugen, auf die vernünftiges Denken allein niemals gekommen wäre.

Der entscheidende Schritt besteht darin, zu erkennen, was davon funktioniert.

Vielleicht lautet Fortschritt deshalb nicht:

Planen → Ausführen → Fertig.

Sondern:

Variation → Versuch → Scheitern → Selektion → Verbesserung.

Darwin kannte den Mechanismus.

Das WLAN hat ihn mir noch einmal vorgeführt.

Und wir holen ihn jetzt bewusst mit an den Tisch, wenn über Intelligenz gesprochen wird:

HI denkt.

KI rechnet.

EI entsteht.

Vielleicht liegt das erreichbare Optimum nicht in einer dieser drei Intelligenzen.

Sondern im Zusammenspiel von HI, KI und EI, von menschlicher Intelligenz, künstlicher Intelligenz und Evolutionsintelligenz.

Und manchmal braucht es dafür nur ein paar störrische WLAN-Repeater und ein paar bettelnde Darwinfinken auf den Galápagosinseln, um etwas über Technik, Politik, Philosophie, Partnerschaften und vielleicht sogar über das Leben selbst zu lernen.

Weitere passende Gedanken

Schwarzer Hund mit nachdenklichem Blick
Wer denkt dahinter?

ArcaNuova ist kein fertiges Produkt, sondern eine Arche für Gedanken, die man mitnehmen, angreifen, begreifen und weiterverwenden kann. Was hier steht, soll nicht nur gelesen werden. Es soll etwas auslösen: als Anstoß, als Werkzeug, als Anfang.

Hinter ArcaNuova stehen Erfahrung, Beobachtung und der Versuch, Dinge klar und praktisch zu denken. Ohne Psychonebel. Ohne Gelaber. Direkt zum Anfassen.

Gedanken

Autor von ArcaNuova am Meer
Wer schreibt dahinter?

Sein Weg führte vom Zahntechniker zum Zahnarzt und vom Zahnarzt zum Philosophen. Mitgenommen hat er weniger die Titel als die Werkzeuge: genaues Beobachten, sorgfältige Anamnese, Diagnose und die Bereitschaft, eine erste Vermutung zu verwerfen, wenn die Wirklichkeit nicht dazu passt.

Die Gedanken entstehen nicht aus einem Lehrbuch, sondern aus Erfahrung: in einer Zahnarztpraxis, einer Solaranlage, einem Router, einer Olivenernte oder gelegentlich auch im Blick eines Hundes.

Mehr über den Autor

Gedanken

Lichterfest. Menschlich gedacht, technisch beleuchtet.
Wie schreibt er?

Als Zahnarzt war ich daran gewöhnt, dass gut geschulte Bürokräfte meine medizinischen Texte überarbeiteten. Sie korrigierten Rechtschreibung, glätteten Formulierungen und machten komplizierte Sätze lesbarer. Niemand wäre deshalb auf die Idee gekommen, ihnen die medizinischen Gedanken zuzuschreiben.

Mit dem Ruhestand endete jedoch nicht nur die Praxis, sondern auch das Büro. Nur der Bundespräsident kann offenbar seine Mitarbeiter mit in die Pension nehmen. Für die sprachliche Überarbeitung stieg ich deshalb auf künstliche Intelligenz um.

Die Aufgabe blieb im Grunde dieselbe: Ich liefere Gedanken, Erlebnisse, Erfahrungen und Haltung. Die KI hilft beim Satzbau, bei der Rechtschreibung und beim sprachlichen Schliff. Nur die neue Bürokraft braucht keinen Schreibtisch, keinen Urlaub und entwickelt eine auffällige Begeisterung für Satzbau.

Gedanken

Aufbrechende Welle in der Blauen Lagune
Warum schreibt er?

Der Autor besitzt eine ausgeprägte Neugier und eine gewisse Neigung, Gedanken weiterzuverfolgen, wenn andere längst das Thema gewechselt haben. Nicht jeder möchte beim Kaffee über Gesellschaft, Technik, Philosophie oder die Absurditäten des Lebens sprechen. Das ist vermutlich auch vernünftig.

Beim Schreiben findet jeder Gedanke den Raum, den er braucht, und jeder Leser darf selbst entscheiden, wie weit er ihm folgen möchte.

Gedanken